Wissenschaftliche Literaturrecherche

Wissenschaftliche Literaturrecherche

Um in einer wissenschaftlichen Arbeit sachlich argumentieren zu können, stellt die Verwendung von literarischen Quellen einen wesentlichen Bestandteil der persönlichen Argumentation dar. Niveauvolle Quellen sind die Basis einer sachlich fundierten Argumentation.

Was sind fundierte, wissenschaftstaugliche Quellen?

Es gibt verschiedene Arten von wissenschaftlichen Quellen, die im Zeitalter der Internetrecherche, elektronischer Bibliothekskataloge und wissenschaftlicher Datenbanken effizient recherchiert werden können. Dazu zählen beispielsweise Aufsätze in Sammelbänden oder Zeitschriften, Diplomarbeiten, Mastertheses, Dissertationen, Habilitationen, Monographien, Broschüren, Geschäftsberichte, Interviews, Zeitschriften und auch statistische Materialien. Mittels der eben genannten wissenschaftlichen Quellen können rasch und unkompliziert viele Informationen zu einem bestimmten Thema in elektronischen Datenbanken, Suchmaschinen und Bibliothekskatalogen recherchiert werden.

Eine Quelle wird als niveauvoll bzw. wissenschaftlich fundiert bezeichnet, wenn diese folgende Merkmale aufweist:

  • Anerkannter Verlag
  • Angabe anderer Quellen, auf welche die betreffende Quelle Bezug nimmt
  • Vorwort mit Bezugnahme auf die Auseinandersetzung betreffend einer bestimmten Thematik
  • Korrekte Zitierweise
  • Ausführliche und nachvollziehbare Quellenangaben
  • Wissenschaftlichkeit in der Argumentation und in der Empirie
  • Eventuell Vorwort namhafter Wissenschafter*innen

Aufgrund der zahlreichen Angebote an wissenschaftlicher Literatur besteht aber auch die Gefahr, relevante von nicht relevanter Literatur nicht mehr unterscheiden zu können und an einem Übermaß an wissenschaftlicher Literatur zu „ersticken“. Daher ist es bei der Literaturrecherche unerlässlich, vorab jene Literatur auszusortieren, die für das gewählte Forschungsthema nicht in Frage kommt.

Wie setze ich Quellen richtig ein?

Die Verwendung von wissenschaftlichen Quellen, wie Primär- oder Sekundärquellen, stellt ein wesentliches Merkmal in der Argumentation der eigenen Forschungsthematik dar. Ohne Bezugnahme auf wissenschaftliche Quellen sind unbegründete Behauptungen ein Zeichen von nicht-wissenschaftlichen und ungenauen Arbeitens. Behauptungen jeglicher Art sind in wissenschaftlichen Arbeiten ausnahmslos zu belegen!

Daher sind Quellen, auf welche die Forschungsarbeit Bezug nimmt, dementsprechend anzuführen, sodass diese einwandfrei nachvollzogen werden können. In der wissenschaftlichen Arbeit können sowohl Primär-, als auch Sekundärquellen verwendet werden, dennoch sollte für Originalzitate unbedingt auf die Primärquelle zurückgegriffen werden. Tertiärquellen sind zu vermeiden.

Einteilung der wissenschaftlichen Quellen

Prinzipiell werden eigene und fremde Quellen unterschieden. Als eigene Quellen werden all jene Quellen bezeichnet, auf denen die eigene Forschung gründet, wie Interviews mit Expert*innen, Befragungen, Beobachtungen, oder aber auch Experimente. Diese werden auch als Primärquellen bezeichnet, da sie aus „erster Hand“ stammen.

Fremde Quellen sind all jene Quellen, auf welche die eigene Forschungsarbeit Bezug nimmt. Diese werden in Sekundär-, und Tertiärquellen unterteilt, wobei letztere vermieden werden sollten, da sich Tertiärquellen bereits auf zitierte Versionen einer Originalversion beziehen.

  • Primärquellen: Quellen, die im Original vorhanden und nicht zitiert sind
  • Sekundärquellen: Quellen aus „zweiter Hand“, die wörtlich und sinngemäß aus dem Original zitiert sind
  • Tertiärquellen: Zitate aus Quellen, die wiederum auf Zitaten einer Originalquelle aufbauen

Vorrangig sollten Primärquellen als Argumentationsbasis für die wissenschaftliche Arbeit herangezogen werden. Sekundärquellen sollten erst dann als wissenschaftliche Belege ausgewählt werden, wenn die Originalquelle nicht mehr verfügbar ist.

Unabhängig davon, welche Art von Quelle als Beleg der eigenen wissenschaftlichen Arbeit verwendet wird, ist ein übernommenes fremdes Gedankengut ausnahmslos zu zitieren, d.h. als wörtliches bzw. sinngemäßes Zitat kenntlich zu machen.

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